Tagebuch der Benefiz Deutschland-Tour für Leukämiekranke 2009
1. Etappe von Coesfeld nach Hameln. 198 km, 9 Std. 660 HM. Wenig Regen und Wind, keine Sonne um 10°. Die Fahrt verlief ohne besondere Vorkommnisse. Vom Herbergsvater, Herrn Bischoff herzlich empfangen, aber bis auf eine Familie waren keine weitere Gäste in der Jugendherberge. Daher blieb der Grill an diesem regnerischen Abend aus und die Damhus-Würstchen werden am 21.06. (dem Niedersachsen-Tag) gegrillt und der Erlös dann überwiesen. Hier in der Jugendherberge ist alles sehr hell und sauber mit Blick auf die Weser. Der Regen wurde in der Nacht heftiger aber zum Frühstück war es schon trocken aber recht frisch.
2. Etappe nach Magdeburg. Der Tag fing gut an. Kein Regen, ab 10°° Uhr Sonne und Rückenwind. Es lief sehr gut bis Kilometer 60. Speichenbruch im Vorderrad bei voller Fahrt. Kein Sturz nur eine große "8" in der Felge, Ich konnte das Rad nurnoch schieben, 6 km bis Hildesbeim. In zwei sehr guten 2-Rad-Läden war keine Spezialspeiche für mein Vorderrad zu bekommen. Mein Händler aus Coesfeld hat die Informatiom vom Felgenhersteller Mavic bekommen das in Magdeburg der 2-Rad-Laden "Outbike" Spezialspeichen im Lager hat. Also mit dem Zug nach Magdeburg. Leider waren die Speichen nicht richtig. Nach vielem Hin und Her habe ich ein neues Laufrad gekauft und das alte mit gebrochener Speiche wird mir nach Coesfeld geschickt. Gegen 19°° Uhr konnte ich dann die Fahrt vortsetzen. In der JHB in Magdeburg konnte ich nicht schlafen aber in einem Vorort habe ich gegen 21°° Uhr noch ein Quatier bekommen, somit ging der Tag doch noch gut zu ende,
3. Etappe nach Berlin-Wannsee. Leichter Regen, Wind von vorn 170 km aber nur 460 HM. Die Route führte über kleine Nebenstraßen durch viel Natur. Einen Umweg von ca, 20 km musste ich machen weil der Weg durch den Truppenübungsplatz gesperrt war. In den zahlreichen kleine Dörfern die ich durchfuhr gabe es weder einen Bäcker noch einen Lebensmittelladen. Erst nach 70 km bekam ich mei 2, Frühstück. In der JHB in Berlin-Wannsee angekommen war alles perfekt vorbereitet. Frau Jenny Busch und Ihr Team hatte das Grillen angekündigt und die Würstchen gingen weg wie warme Semmeln. Mein Sohn Dir und ich hatte alle Hände voll zu tun bis um 21°° Uhr das letzte Damhus-Würstchen vom Rost war. Diese JHB liegt besonders schön am Wannsee und es sind nur 10 Min. zu Fuß bis zu S-Bahn um Berlin zu erkunden.
4. Etappe nach Halle, 175 km, 740 hm, 10 h Fahrt, sehr viel Gegenwind und ohne Regen
Die B2 von Berlin Richtung Süden ist eine schöne Allee. 30 m neben der Straße verläuft ein nagelneuer Radweg – eine Fahrt wie durch den Wald. Nur der heftige Gegenwind war sehr anstrengend. Dafür hat der Wind auch die Wolken weggeschoben und es war sehr sonnig. Bis nach Halle waren es ca. 10 km Kopfsteinpflaster auf den Nebenstraßen. Die Jugendherberge bei diesem Ziel war in einer schönen, alten Stadtvilla und ist in sehr guten Zustand. Der Herbergsvater war sehr freundlich und fand es schade es, das er keinen Grillplatz anbieten konnten, da sich die Herberg im Zentrum der Stadt befindet.
5. Etappe nach Wirsberg – Königsetappte mit 284 hm
Höchster Punkt war in der Nähe von Hof mit 656 hm. Die Strecke war zu lang. 218 km in 13 Stunden sind bei diesem Wetter nicht schön. Mehr Sturm als Wind in Kombination mit viel Regen. Obwohl ich erst um 21Uhr in der Jugendherberge ankam, bekam ich von Frau Köppel noch ein leckeres Abendessen gereicht. Die Jugendherberge bzw. Jungendtagungshaus ist sehr modern und lässt keine Wünsche offen.
6. Etappe nach Nürnberg
184 km, 1084 hm, 7 h eine „Flachetappe“
Bis Pottenstein in der fränkischen Schweiz bin ich nur wunderschöne Nebenstraßen hoch und runter gefahren. Vormittags teilweise heftige Regenschauer mit Wind von vorn – wie immer. Dann die B470, entlang des Flusses Wiesent mit Kanufahrern und einem idyllischen Blick auf die Schluchten. Ab Forchheim fuhr ich über Erlangen nach Nürnberg. Am Abend gab es ein Feierabendbier im Burggraben der Nürnberger Altstadt. Mit meiner Tochter und ihrem Freund schlenderten wir über das 12. fränkische Bierfest mit 60 verschiedenen Biersorten. Unmöglich, alle zu probieren.
7. Etappe nach Wertmeim, 182 Km, 1034 HM, 8 Std. Fahrzeit. Schönstes Radfahrwetter, nur Sonne mit leichtem Gegenwind. Von Nürnberg nach Rothenburg ob der Tauber etwas wellig. Dann entlang der Tauber bis Wertheim. Das Tal der Tauber ist einfach schön und es rollte sehr gut. Bis 7Km vor Wertheim. Speichenbruch im Hinterrad. Ich rief bei Frau Siegmund in der JHB an und Sie schickte mir den "Ziwi" Jens der mich mit dem PKW abholte damit ich auch um 19°° Uhr wie geplant am Grill stehen konnte. Frau Siegmund die Herbergsmitter hatte alles sehr gut vorbereitet aber die Nachfrage nach den Damhus-Grillwürstchen war beischeiden weil die Gäste zum Stadtfest in den Ort gingen. Für den Sonntagmorgen hatte Frau Siegmund mir sogar die Zugverbindung nach Bad Homburg ausgedruckt.
8.Etappe mit dem Zug nach Bad Homburg. Beitollem Wetter auf dem Bahnhof zu stehen und nicht zu radeln, tun schon weh. Die Züge waren voll und die Fahrradmitnahme war nur sehrbegrenzt möglich. Pünktlich um 14:30 Uhr kam ich im Jugendgästehaus in Bad Homburg an. Der Herbergsleiter, Herr Reinhard Janz hatte Kaffe und Kuchen angedacht anstatt zu grillen. Die Tagungsgäste waren in der Pause begeistert von diesem Angebot und spendeten auch für die Stefan-Morsch-Stiftung. Herr Marco Babilon und sein Team hatten alles super vorbereitet und ich brauchte nur noch bei der Ausgabe von Kaffee und Kuchen helfen. Für Montagmorgen habe ich die Hoffnung in einer Fachwerkstatt mein Rad zu reparieren und weiter zu radel.
9. Etappe von Bad Homburg nach Biedenkopf sind es 128 km mit 550 Höhenmetern = 7 Std. Fahrzeit.
Das ist ein echtes Fachgeschäft in Bad Homburg, "Snow + Bike Aktion" Eschbacher Str. 22, die Spezialspeiche für das Hinterrad war vorrätig und in weniger als 5 Minuten eingebaut und das alles für nur 5,00 €. Bei heftigem Regen ging es dann über Giessen nach Biedenkopf. Dort in der Jugendherberge wurde ich von den "Herbergseltern", Anke und Heinz Hönig sowie dem Team erwartet und alles war vorbereitet. Allen haben die Damhus-Grill-Würstchen lecker geschmeckt obwohl es wirklich kein Grillwetter war. Besonders zu erwähnen ist ein älteres Ehepaar aus Birkenfeld. Der pensionierte Lehrer erzählte mir das Stefan Morsch sein Schüler war und erst durch das Schicksal des Stefan sehr vielen Menschen geholfen wurden konnte.
10. Etappe von Biedenkopf nach Soest sind es 139 km mit 1445 Höhenmetern = 8 Std. Fahrzeit.
Zuerst führte der Weg durch das Wittgensteiner Land zum Sauerland. Der Regen ärgerte fast den ganzen Tag. Auf guten Straßen ging es durch das Land der 1000 Berge non Süden nach Norden zum Möhnesee. Nach dem letzten kleinen Anstieg nördlich vom Möhnesee rollte es nur noch bergab bis zur Jugendherberge. Dort hatten wir ein Problem. Die Damhus-Grill-Würstchen waren noch nicht da. Erst um 16:30 Uhr traf das Kühlpaket rechtzeitig ein. Den französischen Gäste schmeckten die Würstchen besonders gut und auch das Herbergsteam verspeiste mindestens 2 Würstchen. Es war eine sehr nette Grillparty, das fanden auch die Herbergsleitung Nicole Eitel und Martin Bongwald.
11.Etappe von Soest nach Coesfeld waren es 105 km 390 Höhenmeter = 4 Std. Fahrzeit.
Bei sommerlichen Temperaturen und Wind aus 7°° Uhr wurde ich nach Coesfeld geschoben. Pünktlich um 17°° Uhr hatten meine Doppelkopf-Kollegen die Grillkohle am glühen und das erste Fässchen Brauhaus-Bier angestochen. Ein sehr nette Grillabend begann mit vielen Freunden und Bekannten. Eine extra Spende erhielt ich von meinem Arbeitgeber. Die Inhaber der Fa. BTR, Ulrich Brügging und Hans Jürgen Thoring überreichten mir 250,00€ für die Stefan-Morsch-Stiftung. Um 22°° Uhr fuhr ich erschöpft und zufrieden nach Hause und fiel in mein Bett.
Spenden:
Berlin 72,00 €
Wertheim 60,00 €
Bad Homburg 48,50 €
Biedenkopf 33,00 €
Soest 62,00 €
Coesfeld 277,00 €
Von BTR 205,00 €
Ges. 802,00 €
Besonderen Dank an das Deutsche Jugendherbergswerk und seinen Mitarbeitern, der Fa. Damhus -Wurstwaren Spezialitäten und meinem Arbeitgeber sowie den Doppelkopf-Kollegen.





