Entscheidungshilfe vom MountainBIKE Magazin

Ein Bike zum Renn- oder Tourenfahren, einen robusten Allrounder oder gleich was fürs Grobe?

Racebikes:

  • Rahmen: Carbon dominiert bei teuren CC-/Marathon-Bikes, insbesondere bei den Hardtails. Alu wird nur noch selten verbaut. Lenkwinkel von 69,5° bis 71° machen die Bikes wendig. Deutliche Sattelüberhöhung, eher gestreckte Sitzposition.
  • Federwege: 80-mm-Gabeln stecken nur noch in Race-Hardtails, üblich sind inzwischen Fahrwerke mit Federwegen um 100 mm. Marathon-Bikes kommen auf bis zu 120 mm.
  • Ausstattung: Leichte Laufräder mit nicht zu breiten, mäßig profilierten Reifen (2,0 bis 2,25″) lassen sich gut beschleunigen und rollen gut. Scheibenbremsen haben die V-Brake (fast) verdrängt, 160-mm-Scheiben sind Standard.
  • Gewicht: 8 bis 11 kg.

 

Tourenbikes:

  • Rahmen: Aluminium ist der meistverbaute Werkstoff, in höheren Preisklassen setzt sich Carbon immer mehr durch. Die Geometrie fällt weniger aggressiv aus als bei den Racern, mit Lenkwinkeln von 68,5° bis 69° fahren sich Tourer dennoch agil und wendig.
  • Federwege: Nicht absenkbare 120 bis 130 mm sind Standard. Abweichungen um bis zu 20 mm nach oben/unten sind möglich.
  • Ausstattung: Sorglos und funktional sollte sie sein, Gewichtstuning darf nicht auf Kosten der Zuverlässigkeit gehen. Breite Reifen um 2,25″ und standfeste Scheibenbremsen (mind. 180/160 v./h.) vermitteln Sicherheit.
  • Gewicht: 11 bis 13 Kilo.

 

Allmountain-Bikes:

  • Rahmen: Aluminiumrahmen sind bewährter All-Mountain-Standard, (teure) Carbon-Bikes definieren eine neue Klasse sportlicher Alleskönner. Letztlich entscheidet der Preis. Lenkwinkel von 67° bis 68,5° stehen für ausgewogenes Handling – nicht träge, aber äußerst stabil.
  • Federwege: 140 bis 150 mm gelten als klassenüblich. Eine absenkbare Variogabel erleichtert das Klettern.
  • Ausstattung: Robust und zuverlässig sind Attribute klassischer AM-Aufbauten, bei leichten Carbon-Bikes lassen sich häufiger Abweichungen von dieser Maxime beobachten. Robuste Laufräder mit Felgen, die auch Reifen um 2,4″ sicheren Halt bieten, breite Lenker (> 680 mm) und kräftige Scheibenbremsen (mind. 180/180 v./h.) machen auch auf langen Abfahrten nicht schlapp.
  • Gewicht: 11 bis 14 Kilo.

 

Enduro-Bikes:

  • Rahmen: Vollgefederte Aluminiumrahmen sind die Regel, Carbon ist noch selten. Lenkwinkel von 65,5° bis 67° garantieren Laufruhe und beste Abfahrperformance.
  • Federwege: 160 bis 170 mm, 180er-Fullys sind im Kommen. Wer häufig bergauf fährt, wählt eine absenkbare Gabel.
  • Ausstattung: Robuste Parts sind der härteren Gangart angemessen, ein breiter Lenker samt kurzem Vorbau vermittelt Kontrolle im ruppigen Terrain. Stabile Laufräder mit breiten Felgen und Reifen (2,35–2,5″) mit gutem Durchschlagschutz und griffigem Profil bieten Sicherheit. Kräftig zupackende Scheibenbremsen mit großen Scheiben (top 203/180 v./h.) sind Pflicht.
  • Gewicht: 13 bis 16 kg.

 

Quelle: mountainbike-magazin.de

 

Wichtig ist eine gute Beratung von einem kompetenten Fahrradhändler. Das Bike sollte nicht zu groß oder zu klein sein. Ob 26″, 27.5″ oder 29″ liegt an deinem Fahrstil und ist auch etwas Geschmackssache. Als kompletter Einsteiger empfehlen wir ein günstiges Hardtail mit einer normalen Ausstattung (600 – 800 EUR). Nach einem Jahr Mountainbike Erfahrung kann man dann richtig investieren (ab 1500 EUR). Eine Grundregel ist auch oft: Je mehr Federweg und/oder je leichter desto teurer das Rad.